3 Wochen Sonne und Meer im Süden Italiens
Wir hatten mal wieder 3 Wochen am Stück Urlaub zur Verfügung. Also genügend Zeit um mit unserem Reisemobil, dem Etrusco T5900 den Süden von Italien zu erkunden sowie das Wetter und die wundervollen Strände zu genießen.

Das Wetter Ende Mai/Anfang Juni spielte schon mal mit. Wir hatten immer um die 30 Grad und strahlenden Sonnenschein. Nach eineinhalb Tagen, an denen wir ordentlich Strecke gemacht haben, erreichten wir unseren ersten richtigen Stopp – die Hafenstadt Monopoli. Dort haben wir uns für einen einfachen, aber überwachten Parkplatz als Stellplatz entschieden. Von dort ist die Altstadt fußläufig erreichbar. Neben einem Abendspaziergang durch die verwinkelten Gassen des historischen Zentrums, haben wir bei „Il Quadrifoglio“ unsere erste richtig gute Pizza in diesem Urlaub bekommen.



Von Monopoli ist es nicht weit nach Alberobello. Auch hier gab es wieder einen zentral gelegenen Stellplatz. Dieser liegt nur 200 Meter vom Trulli Dorf entfernt.
Alberobello ist schon sehr touristisch, mit vielen kleinen Souvenirläden und internationalen Besuchern. Trotzdem ist die Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Bauweise der kegelförmigen Häuser ist schon was Besonderes und sehr sehenswert. Je weiter man sich von der Haupteinkaufsstraße entfernt, desto entspannter wird es. Dort kann man die kleinen Gassen ganz ohne Menschenmassen erleben. Natürlich musste es zum Abendessen wieder eine Pizza sein. Hier empfehlen wir euch die „Pizzeria Easy Go“. Super leckere Pizza, zu günstigen Preisen, die wir dann auf dem Campingplatz genießen konnten.



Nach den beiden kulturellen Highlights, war es Zeit ein bisschen am Meer zu entspannen und die Sonne zu genießen. Dafür ging es weiter südlich bis nach Otranto. Somit waren wir fast am südlichsten Punkt von Italiens Stiefelabsatz angekommen. Von hier kann man über die Adria sogar bis nach Albanien schauen.



Der Agritourismo Fontanelle liegt fussläufig von dem traumhaften, karibikähnlichen Strand Baia dei Turchi entfernt. Der Strand ist sehr flach abfallend und das Wasser glasklar mit einer angenehmen Badetemperatur. Auch Otranto selbst ist einen Besuch wert und in eineinhalb Stunden zu Fuß vom Campingplatz erreichbar. Die Altstadt hatte mit ihren vielen, kleinen Gassen und den Flachdächern für uns fast ein arabisches Flair.

Ganz besonders hat uns der kleine Fischladen am Ende des Hafens gefallen, hier gab es außergewöhnlich gute Qualität zu einem sehr angemessenen Preis.
Nach ein paar Tagen Entspannung wollten wir ganz langsam wieder zurück Richtung Norden. Für uns ging es über Matera in den Nationalpark Gargano, unseren nächsten Badestopp.
In Matera haben wir auf dem Agritourismo „Masseria del Pantaleone“ übernachtet. Dieser bietet mehrmals täglich einen kostenlosen Shuttle in die Altstadt von Matera an. Wir hatten 3 Stunden Zeit um die Altstadt zu erkunden und die Zeit braucht man auch. Wenn man alles sehen möchte, sollte man gut zu Fuß sein, da es auf Stufen sehr viel bergauf und ab geht.
Eine absolute Empfehlung ist die Besichtigung der „Palombaro lungo“. Diese riesige in den Tuffstein gegrabene Zisterne hat bis ins Jahr 1920 die gesamte Stadt Matera mit Wasser versorgt. 1991 wurde sie wiederentdeckt und kann nun besichtigt werden. Der Eintritt von 3 € pro Person ist für dieses beeindruckende Bauwerk absolut angemessen.



Für eine kurze Pause und eine leckere Erfrischung haben wir zufällig das Restaurant Crialoss über Google gefunden. Eine wundervolle Aussicht mit sehr moderaten Preisen. Insgesamt ist Matera noch nicht so touristisch, wie man es von einigen anderen Sehenswürdigkeiten Italiens kennt. Ein Besuch lohnt sich definitiv.


Die anschließende Fahrt durch den Gargano Nationalpark, den Fersensporn Italiens, war sehr beeindruckend. Es ging durch unberührte Natur und Wälder, immer wieder mit Aussicht aufs Meer.
Wir hatten uns im Voraus einen Campingplatz in der Nähe von Vieste ausgesucht. Dort angekommen hat uns die Gegend und der andauernde Wind allerdings nicht zugesagt, so dass wir noch ein Stück weiter gefahren sind. Wir sind auf dem Stellplatz „Lido Azzurro Sosta Camper“ gelandet. Dort standen wir in erster Meerlinie. Nur ein paar Treppen nach unten und man war an einem wundervollen, feinen Sandstrand mit kristallklarem Wasser.



Danach ging es für uns nach San Marino, eines der kleinsten Länder der Welt. Was wir dort gesehen haben, hat unsere Erwartungen komplett übertroffen. Die Altstadt von San Marino liegt auf einem Felskamm des Monte Titano in über 700 Metern Höhe. Um in die Altstadt zu kommen, könnt ihr einfach die kostenlosen Fahrstühle nutzen, die euch entspannt nach oben bringen. Auf den 3 Felsgipfeln befinden sich jeweils Burgen, die durch Wege verbunden sind und sich super zu Fuß erkunden lassen.


Unser Fazit zu Apulien mit dem Camper: Die Fahrt in den Süden von Italien ist sehr angenehm und an eineinhalb bis zwei Tagen aus dem Norden Deutschlands gut machbar. Die Mautkosten sind auch mit knapp 80 € pro Strecke moderat. Wollt ihr Sightseeing und gleichzeitig auch die tollen Strände und das Meer genießen, sind 3 Wochen perfekt. Die Preise für Stellplätze liegen zwischen 15 und 25 € pro Nacht. Die Kosten für Lebensmittel und Restaurantbesuche sind günstiger als im Norden Italiens (Pizza 6-10 €).

