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Eine Woche Marokko – unsere Route von Marrakesch über die Sahara bis nach Fes

Anzeige | Wir hatten genau eine Woche Zeit und wollten in möglichst kurzer Zeit so viel wie möglich von Marokko sehen. Deshalb haben wir uns für einen Flug nach Marrakesch und den Rückflug ab Fes entschieden. Dazwischen lag für uns die perfekte Route: erst zwei Tage Marrakesch, anschließend eine dreitägige Tour durchs Atlasgebirge und die Sahara bis nach Fes. Wir haben die 3-tägige Tour über Mohammed gebucht, der alles perfekt organisiert hat. Vom komfortablen Auto inklusive Fahrer, bis hin zu den Unterkünften und Stopps an den schönsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Rückblickend war genau diese Kombination perfekt, weil man dadurch komplett unterschiedliche Seiten des Landes erlebt. Den Trubel der Städte, kleine Bergdörfer, Palmenoasen, endlose Wüstenlandschaften und am Ende die verwinkelten Gassen von Fes.

Marrakesch – zwischen Chaos, Rooftops und Souks

Zunächst ging es für uns nach Marrakesch. Wir landeten spät abends und verbrachten anschließend zwei volle Tage mitten im Trubel der Medina.

Wir haben vorher öfter gehört, dass Marrakesch das „Disneyland Marokkos“ sein soll. Und ehrlich gesagt können wir das inzwischen verstehen. Man fühlt sich teilweise wie in eine komplett andere Welt versetzt – allerdings eine, die inzwischen sehr auf Tourismus ausgelegt ist.

Vom authentischen Alltag bekommt man innerhalb der Medina gar nicht mehr so viel mit. Fast alles besteht aus Souks, Restaurants, Riads und kleinen Shops. Dazu kommen unglaublich viele Touristen. Trotzdem hat Marrakesch etwas, das einen sofort in den Bann zieht. Die Stadt hat einfach einen ganz eigenen Vibe.

Überall gibt es kleine Innenhöfe, versteckte Cafés, wunderschöne Türen, Dachterrassen und immer wieder neue Fotospots. Dazu dieses warme, sonnige Wetter Mitte März und der Duft von Gewürzen und Minztee an jeder Ecke.

Auch wenn viele Sehenswürdigkeiten ziemlich voll waren, fanden wir Marrakesch total beeindruckend.

Unsere Highlights in Marrakesch

Besonders schön fanden wir:

  • den Jardin Secret
  • die Ben Youssef Medersa
  • den Bahia Palace
  • das jüdische Viertel Mellah
  • den El Badi Palace, der überraschend ruhig war
  • und natürlich den Djemaa el-Fna am Abend

Gerade abends verändert sich die Stimmung in der Stadt komplett. Rund um den Djemaa el-Fna wird es laut, chaotisch und gleichzeitig irgendwie faszinierend. Überall Essensstände, Musik, Gerüche und Menschen.

Von den Rooftop-Bars rund um den Platz hat man außerdem einen unglaublich schönen Blick auf die Stadt und die Koutoubia Moschee.

Ein kleiner Tipp: Für den Jardin Majorelle solltet ihr die Tickets unbedingt mehrere Tage vorher reservieren. Spontan hatten wir leider keine Chance mehr auf Tickets.

Essen in Marrakesch

Kulinarisch hat uns Marrakesch total überrascht. Eigentlich hatten wir erwartet, dass man die typischen „Touristenrestaurants“, die einen aktiv ansprechen, eher meiden sollte.

In Marokko scheint das aber irgendwie anders zu funktionieren.

Viele richtig gute Restaurants sprechen einen tatsächlich direkt an und oft waren gerade die vollsten Restaurants auch die besten. Wir haben meistens trotzdem kurz die Google-Bewertungen gecheckt, aber grundsätzlich war ein volles Restaurant fast immer ein gutes Zeichen.

Besonders gut gefallen haben uns:

  • Frühstück und Minztee bei Foundouk Gargaa
  • Abendessen bei L’Mdina
  • Café Barbouche

Zwischendurch einfach irgendwo Minztee trinken und das Treiben beobachten gehörte für uns sowieso schnell zum Tagesprogramm.

Übernachtet haben wir im Riad Hamdane, welches vor allem durch seine Dachterrasse mit Pool überzeugt hat. Ein super Ort, um bei 30 Grad die Sonne zu genießen und nach einem trubeligen Tag in der Medina zu entspannen.

Mit dem Geländewagen durchs Atlasgebirge

Am dritten Tag wurden wir morgens direkt am Eingang der Medina von unserem Fahrer Hassan abgeholt. Damit begann unsere dreitägige Tour Richtung Fes.

Schon nach kurzer Zeit verließen wir den Trubel von Marrakesch und die Landschaft änderte sich komplett. Die Straßen wurden ruhiger, die Städte kleiner und plötzlich waren wir mitten im Atlasgebirge unterwegs.

Die Fahrt durch die Berge war eines meiner persönlichen Highlights der Reise. Unterwegs hatten wir immer wieder Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel, kleine Dörfer und völlig unterschiedliche Landschaften.

Unser Fahrer Hassan war dabei wirklich Gold wert. Gerade weil man in den nächsten Tagen viele Stunden im Auto verbringt, macht es einen riesigen Unterschied, ob man sich wohlfühlt. Und das haben wir definitiv.

Ait Ben Haddou und die erste Nacht im Riad

Irgendwann erreichten wir Ait Ben Haddou – wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte Marokkos. Die alte Lehmsiedlung sieht fast unwirklich aus und diente schon als Kulisse für zahlreiche Filme und Serien.

Am Abend kamen wir völlig erschöpft, aber mit unendlich vielen neuen Eindrücken in unserem Riad an. Und genau diese Unterkünfte haben unsere Reise irgendwie besonders gemacht.

Wir wurden unglaublich herzlich empfangen und bekamen ein mehrgängiges Abendessen serviert. Für mich gab es sogar eine vegetarische Hauptspeise, während viele andere Gerichte sowieso vegetarisch waren. Alles wirkte total familiär und liebevoll.

Auch das Frühstück am nächsten Morgen war eines der besten der Reise – mit selbstgemachten Aufstrichen, frischem Brot und typisch marokkanischem Tee.

Durch die Sahara bis nach Fes

In den nächsten Tagen wurde die Landschaft immer trockener und irgendwann begann langsam die Wüste. Palmenoasen, kleine Berberdörfer, kilometerlange Straßen und plötzlich nur noch Sand und Weite.

Die Nacht in der Sahara war definitiv eines der größten Highlights der Reise. Allein auf einem Kamel durch die Dünen zu reiten und später den Sonnenuntergang mitten in der Wüste zu sehen, war ein Moment, den wir wahrscheinlich nie vergessen werden.

Übernachtet haben wir im Dihya Desert Camp. Ein luxuriöses Camp mitten in der Wüste mit super ausgestatten Zimmern und tollem Essen.

Fes – deutlich authentischer als Marrakesch

Nach drei Tagen erreichten wir schließlich Fes.

Und der Unterschied zu Marrakesch war sofort spürbar.

Fes wirkte deutlich ursprünglicher, chaotischer und irgendwie echter. Hier standen nicht die perfekt gestylten Rooftops im Vordergrund, sondern das alltägliche Leben in den engen Gassen der Medina.

Am schönsten fanden wir es eigentlich, einfach ohne Plan durch die Straßen zu laufen.

Überall kleine Geschäfte, Gewürze, Lederwaren, Menschen, Mopeds und zwischendurch plötzlich ruhige Innenhöfe oder kleine Cafés.

Besonders spannend fanden wir die Tanneries. Von dort hat man einen direkten Blick auf die traditionellen Gerbereien der Stadt. Welcher Spot dafür am besten ist, zeige ich euch aber noch separat.

Eine kleine Ruheoase mitten in Fes

Nach ein paar Stunden in der Medina waren wir ehrlich gesagt jedes Mal komplett reizüberflutet.

Deshalb fanden wir den Jardin Jnan Sbil perfekt. Der Garten liegt etwas außerhalb der Medina und ist wie eine kleine grüne Ruheoase mitten in der Stadt. Der Eintritt ist kostenlos und gerade am Nachmittag war es dort unglaublich entspannt.

Zwischendurch haben wir außerdem immer wieder kleine Pausen mit Minztee eingelegt – zum Beispiel im Secret Garden Café.

Unsere Restauranttipps für Fes

Besonders gut gegessen haben wir in:

  • Fnara
  • Moorish Cabana
  • La Cave
  • Fondouk Bazaar (leider hatte es bei uns geschlossen)

Generell würden wir sagen: In Marokko darf man sich ruhig auch mal spontan treiben lassen. Oft entdeckt man die schönsten Orte genau dann, wenn man eigentlich gar nichts geplant hat.

Unser Fazit

Marokko hat uns ehrlich gesagt überrascht.

Die Reise war intensiv, laut, chaotisch und manchmal auch anstrengend – aber genau das macht sie wahrscheinlich so besonders.

Innerhalb einer Woche haben wir schneebedeckte Berge, Palmenoasen, die Sahara, verwinkelte Medinas und komplett unterschiedliche Städte erlebt.

Vor allem die Kombination aus Marrakesch, der Wüstentour und Fes würden wir jederzeit wieder genauso machen.

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